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Auftaktveranstaltung zur Nachbarschaftshilfe im Oberen Kahlgrund
Erstelldatum27.05.2026
Ehrenamtliches Engagement soll sozialen Zusammenhalt stärken und Unterstützung im Alltag fördern
Mit einer erfolgreichen Auftaktveranstaltung im Sitzungssaal Schöllkrippen fiel am 20. Mai 2026 der Startschuss für die geplante Nachbarschaftshilfe im Oberen Kahlgrund. Über 30 Bürgerinnen und Bürger sowie Bürgermeisterin Barbara Jäger aus Kleinkahl und Bürgermeister Albin Schäfer aus Sommerkahl informierten sich über Ziele, Möglichkeiten und Strukturen einer ehrenamtlich getragenen Unterstützung im Alltag. Durch Petra Kirchhoff und Pfarrer Sebastian Krems war die kirchliche Seite ebenfalls sehr gut vertreten. Mit Carmen Fleckenstein war auch die Sozialstation St. Hildegard interessiert dabei.
Die Initiative, die von Roland Gerhard gestartet wurde, reagiert auf gesellschaftliche Veränderungen und den zunehmenden demografischen Wandel. Gerade im ländlichen Raum gewinnt gegenseitige Hilfe im direkten Wohnumfeld zunehmend an Bedeutung. Die geplante Nachbarschaftshilfe soll Menschen unterstützen, die im Alltag auf Hilfe angewiesen sind – gleichzeitig aber auch das soziale Miteinander und das Gemeinschaftsgefühl in den Gemeinden stärken.
Zu den Referenten des Abends gehörten Bürgermeister Marc Babo vom Markt Schöllkrippen, Roland Gerhard, Dekanatsleiter des Martinushauses, Burkhard Oberle von der Caritas, Albert Ebhard von der erfolgreichen Nachbarschaftshilfe Mömbris sowie Frau Kunkel vom Bereich Bürgerschaftliches Engagement des Landratsamtes Aschaffenburg.
Burkhard Oberle informierte zunächst über die allgemeinen Grundlagen und Möglichkeiten ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe. Dabei wurde deutlich, wie vielseitig solche Angebote sein können – von kleinen Alltagshilfen über Begleitungen bis hin zu sozialen Kontakten und Entlastung für Angehörige.
Anschließend berichtete Albert Ebhard aus der Praxis der Nachbarschaftshilfe in Mömbris. Seine Erfahrungen zeigten eindrucksvoll, welchen Mehrwert ehrenamtliche Unterstützung sowohl für hilfesuchende Menschen als auch für die Helfenden selbst bieten kann. Besonders hervorgehoben wurden die persönlichen Begegnungen, die gegenseitige Wertschätzung und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Auch die kommunale Unterstützung wurde im Rahmen der Veranstaltung klar zugesagt. Bürgermeister Marc Babo betonte die Bedeutung eines gemeinsamen Ansatzes innerhalb der ILE Kahlgrund-Spessart:
„Die Nachbarschaftshilfe soll den Zusammenhalt im Oberen Kahlgrund stärken und ein Gemeinschaftsprojekt der Mitgliedsgemeinden in der ILE Kahlgrund-Spessart werden. Die kommunale Familie steht dahinter!“
Roland Gerhard unterstrich ebenfalls den sozialen Mehrwert ehrenamtlichen Engagements: „Die ehrenamtliche Hilfe gibt allen etwas – den Helfenden und den Hilfsbedürftigen.“
Die geplante Nachbarschaftshilfe versteht sich dabei als Ergänzung zu bestehenden sozialen Angeboten und als wichtige Schnittstelle zu weiteren Einrichtungen wie Familienstützpunkten oder sozialen Diensten. Ziel ist es, unkomplizierte Hilfe im Alltag zu ermöglichen und gleichzeitig Menschen zusammenzubringen.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies konkrete Unterstützung, kurze Wege und mehr soziale Nähe im Alltag. Gleichzeitig bietet ehrenamtliches Engagement vielen Menschen die Möglichkeit, sich sinnvoll einzubringen, Kontakte zu knüpfen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Nach dem erfolgreichen Auftakt sollen nun weitere Schritte zur konkreten Umsetzung folgen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich aktiv einzubringen – sowohl als Helferinnen und Helfer als auch im Rahmen einer künftigen Projektgruppe.
Wer Interesse an einer Mitarbeit oder weiteren Informationen hat, kann sich per E-Mail an kontakt(@)vg-schoellkrippen.de oder telefonisch unter 06024/6735-10 mit dem Betreff „Nachbarschaftshilfe“ melden.
Das nächste Treffen der Projektgruppe findet am 8. Juli, um 19.00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Schöllkrippen statt.


